Kommunikation in Konflikten

Kommunikation ist wertvoll – Eine Blogparade initiiert von Judith Torma Gonçalves

Konflikte nerven! Sie rauben Energie und verschaffen uns unangenehme und negative Gefühle. Deshalb gehen wir ihnen am liebsten aus dem Weg. Die trügerische Hoffnung „Das wird sich schon irgendwann von allein lösen“ erfüllt sich meist nicht – im Gegenteil – die Situation verschärft sich eher. Gerade die Art und Weise, wie wir in Konflikten kommunizieren, ist entscheidend dafür, ob der Konflikt gelöst wird oder weiter eskaliert. Fassen Sie sich ein Herz! Machen Sie den ersten Schritt und sprechen Sie den Konflikt offen an.

Eine Möglichkeit, Konflikte konstruktiv anzusprechen, bietet die WWW-Formel.

W wie Wahrnehmung

Beginnen Sie damit, Ihre eigene Wahrnehmung darzustellen. Beschreiben Sie ganz konkret, was Sie gesehen oder gehört haben. Streichen Sie Wörter wie „dauernd, oft, ständig“. Vermeiden Sie Verallgemeinerungen und bewerten Sie nicht, zum Beispiel: „Mir ist aufgefallen, dass …“.

W wie Wirkung

Beschreiben Sie die Auswirkungen, die das Verhalten oder das Gesagte auf Sie selbst und gegebenenfalls auf andere hat. Äußern Sie dabei auch – und vor allem – Ihre Gefühle. Beispiel: „Das bedeutet für mich …“, „Ich war ziemlich sauer.“, „Ich hab´ mich darüber geärgert.“

W wie Wunsch

Beschreiben Sie Ihre Bedürfnisse. Negative Emotionen entstehen, weil unserer Bedürfnisse nicht erfüllt werden und nicht, weil sich mein Gegenüber nicht so verhält, wie ich es gerne hätte. Sagen Sie klar, was Sie sich wünschen. Gerade in angespannten Gesprächen verfallen wir in das Muster, dem Anderen Vorwürfe zu machen. Wir machen uns Luft, indem wir meist lautstark sagen, was uns stört. Der Andere weiß dann zwar, was Sie nervt, aber immer noch nicht, was Sie sich konkret wünschen. Verpacken Sie Vorwürfe also lieber in einem Wunsch. Beispiel: „Ich möchte Sie bitten …“, „Ich wünsche mir …“.

Ein wesentlicher Punkt in Konfliktgesprächen ist Ihre grundsätzliche Haltung. Ihr Gesprächspartner spürt, ob Sie ihm gegenüber positiv oder negativ eingestellt sind. Sehen Sie ihn als Partner – nicht als Gegner! Dann steigt auch die Chance, dass Sie das Gespräch positiv zu Ende bringen.

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Zur Blogparade

Judith Torma Gonçalves, Magistra Artium der Rhetorik, ruft bloggende Trainer, Dozenten, Berater und Coaches dazu auf, über Kommunikation zu schreiben, und zwar in ein Frida Kahlo-Notizbuch, das von Autor/in zu Autor/in wandert und am Ende prall gefüllt ist mit den unterschiedlichsten Ansichten und Einblicken in die Welt der WERTVOLLEN KOMMUNIKATION.

 

Diesen und alle bisherigen Beiträge sowie weitere Informationen zur Aktion finden Sie unter www.rhetorikblog.com/kommunikation-ist-wertvoll

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, ein gelungener Beitrag. Gern empfehle ich ihn weiter.

    Wünsche zu äußern fällt vielen Menschen schwer, daher ist es richtig und wichtig erneut daraufhinzuweisen, wie wichtig es ist unsere Wünsche aber auch unsere Erwartungen klar und eindeutig zu formulieren.

    Mit bestem Dank,

    Judith TG

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